31. Härtetest Schleswig – Eckernförde

4. August 2012

Mit 8 Teilnehmern aus 3 Vereinen (die Wess-Brüder aus Bad Cannstatt, Sebastian und Gloria aus Karlsruhe, Jochen, Felix und Stefan von Alania, sowie Ulf) startete Alania beim 31. Härtetest von Schleswig nach Eckernförde.

Am Freitag zuvor wurden die Danzig und die Stebut probegerudert und eingestellt, wobei sich heraus stellte, dass der Steuerbord-Dollenstift auf Position 1 der Stebut total schief steht, weil der neue Ausleger nicht richtig gefertig worden war. Nach alter „was nicht passt wird passend gemacht“-Mentalität wurde hier Abhilfe geschaffen. Transport und Aufriggern wurde am Freitag Nachmittag / frühen Abend in Schleswig vorgenommen. Erstmalig komplett traf man sich zur Übernachtung im Eckernförder Ruderverein.

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Nach kurzer Nachtruhe, die um 04:15 Uhr durch einige Wecker und um 04:30 Uhr endgültig durch zwei nicht wirklich leise lokale Ruderinnen beendet war, brachen wir um 05:15 Uhr Richtung Schleswig auf, um im Morgengrauen kurz vor 6 Uhr die Boote am Schleswiger Ruderclub ins Wasser zu lassen.

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Widererwartend legten die Stebut und die Danzig als letzte von 11 Ruderbooten ab und wurden zu Beginn vom Besenwagen (ein kleiner Rettungskreuzer der DGzRS) begleitet.

Bei traumhaften Bedingungen glitten die Boote bei nahezu Windstille über arschglattes Wasser der aufgehenden Sonne entgegen. Unterbrochen von in Abstand von 30 min stattfinden Turnübungen (andere nennen es Wechsel des Steuermanns) konnte in Höhe Reesholm die rote Laterne an andere Teilnehmer abgegeben werden und bis zur ersten Pause nach 30 km in Arnis fanden sich beide Boote im vorderen Teilnehmerfeld wieder.

Hier wurden die Mannschaften neu gewürfelt und auf den restlichen Kilometer über die Schlei zeigten sich dann mehr und mehr segelnde Hindernisse deren Besatzungen dann doch auch endlich mal aufgestanden waren. Mit Passieren der Schleimündung, vorbei an den neu erbauten Villen auf der Mole von Olpenitz, kamen dann auch so was wie echte Wellen ins Spiel. Erfahrene Teilnehmer sprachen aber von einer spiegelglatten Ostsee.

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Die zweite gemeinsame und für alle bis auf den älteren Herren aus Kiel in seinem Einer bindende Pause fand 20 km später am Campingplatz Schubystrand statt. Kaum hatte das letzte Boot den Anker geworfen machten sich die Streberinnen aus Kiel schon wieder auf die letzte Etappe, die sofern man es wollte, als 20 km-Rennen ausgetragen werden konnte. 5 Minuten später folgten der ungesteuerte Eutiner Gig-4x+, dem vor dem Start noch das Steuer kaputt gegangen war.

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Wieder einige Minuten später dann kurz nacheinander die Stebut mit Ulf und den Wess-Brüdern, Dresdenia Hamburg und die Danzig. Die Mannschaft der Stebut machte mit den vor ihr gestarteten Booten aus Kiel und Eutin relativ schnell kurzen Prozess und überholte beide Boote gleichzeitig, um dann als erstes Boot am Strand von Eckernförde anzulegen. Die Danzig holte kurz nach Damp das Boot von Dresdenia ein und hielt sich in lauernder Position 500m hinter den Booten aus Eutin und Kiel. Die Damen aus Kiel wurden etwa 2 km vor der Mole des Marinestützpunktes Eckernförde kassiert, das Boot aus Eutin hingegen rettete sich mit einer Bootslänge Vorsprung an den Strand von Eckernförde.
Böse Zungen behaupten, es wäre auf den letzten 1000m noch ein Rennen ausgetragen worden, wer die schwarzen Wolken am Himmel gesehen hatte, wusste aber, dass man nicht unbedingt auf dem Wasser noch in den fetten Schauer kommen wollte, nachdem die ganze Strecke relativ trocken absolviert worden war.
Nach Reinigen und Abriggern von Booten und Besatzung gab es dann lecker essen (alles auf Ulf sein Deckel) und die müden Knochen wurden abschließend bei herrlichem Sonnenschein in den Sand gelegt.

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Sonntag gegen Mittag waren die Boote dann wieder zu Hause in ihrer Bootshalle. Es stehen lediglich noch einige abschließende Reinigungsarbeiten (zu gute Klebebänder) an.

Die insgesamt 71 km wurden von beiden Booten in unter 7:30 h reiner Ruderzeit zurück gelegt. Nach Aussage des Organisators war man selten so früh wieder in Eckernförde.

Für die teilnehmenden Alanen gilt:
Nach dem Härtetest ist vor dem Härtetest.